Case Study

Fertigungs-Leitsystem FAB-OG bei Hydro

Hydro Extrusion Nenzing GmbH
Branche
Aluminium · Strangpressprofile
Leistung
Fertigungsleitsystem (FLS)
Stack
OPC UA · ORPIT® Java-Core
FAB-OG Web-GUI
FAB-OG Web-GUI
Ausgangslage

Die Hydro Extrusion Nenzing GmbH ist Teil des international tätigen Aluminiumkonzerns Norsk Hydro ASA und spezialisiert auf die Fertigung von hochwertigen Strangpressprofilen.

Vor Einführung des Fertigungsleitsystems (FLS FAB-OG) erfolgte die Materialversorgung im Obergeschoss überwiegend manuell:

  1. 01Umlagerung von Grosscontainern in kleinere Transportbehälter
  2. 02Transport per Stapler über den Lastenheber zu den Bearbeitungsmaschinen
  3. 03Manueller Rücktransport der fertigen Container zu Förderanlagen und Einlagerung ins Fertigwarenlager

Zielsetzung

Mit Einführung des FLS FAB-OG sollten folgende Ziele erreicht werden:

01Transparenz über verfügbare Körbe und Container in Echtzeit
02Automatisierte Transporte statt manueller Bewegungen zwischen Lager und Maschinen
03Digitale Materialanforderung über eine moderne Bedienoberfläche
04Automatisiertes Entstapeln von Lagen zur kontinuierlichen Versorgung der Maschinen
05Wegfall der Umlagerung von Grosscontainern in kleinere Transporteinheiten
06Optimierung des Materialflusses durch gezielten, bedarfsgerechten Zutransport

Umsetzung

Integration der Steuerungsebene

Die Kommunikation zwischen FLS und SPS erfolgt über OPC UA. Grundlage bildet das hauseigene ORPIT® Java-Core Framework. Es bindet die relevanten Schnittstellen an und verteilt die Nachrichten über einen Message Broker an die zuständigen Prozesse. Diese verarbeiten die Anforderungen, geben Rückmeldungen und übermitteln die Daten an die Steuerung.

Digitale Materialanforderung

Das Bedienpersonal fordert Material direkt über eine webbasierte Benutzeroberfläche an.

  1. 01Körbe werden über Schnittstellen aus dem Lager in das Obergeschoss transportiert und an die SPS übergeben.
  2. 02Die SPS berechnet Transport- und Entstapelaufträge vom Entstapler bis zu den Maschinen.
  3. 03Leerkörbe werden automatisch durch die SPS erfasst und an das FLS zurückgemeldet. Das FLS übernimmt die Steuerung des Abtransports und die Rückführung ins Lager.

Abtransport von Fertigcontainern

Sobald ein Container vollständig beladen ist, meldet das Bedienpersonal diesen über die Web-GUI.

  1. 01Das FLS beauftragt den Abtransport zum Lastenheber.
  2. 02Vor Ort wird der Container durch das Bedienpersonal abgeschlossen und geprüft.
  3. 03Anschliessend erfolgt die Einlagerung im Fertigwarenlager.

Ergebnisse & Mehrwert

Herausforderungen

  • Hohe Abhängigkeit von Bedienpersonal und Verpackungsprozessen
  • Materialanforderungen ausschliesslich telefonisch möglich
  • Erheblicher manueller Aufwand für Transport und Koordination
  • Fehlende Transparenz über Bestände und Materialflüsse im OG

Erreichte Verbesserungen

  • Lückenlose Transparenz über Materialbestände und Produktionsstatus im FAB-OG
  • Konsistente Übersicht über die Verfügbarkeit von Körben und Containern
  • Möglichkeit zur manuellen Auslösung von Sondertransporten bei Bedarf

Messbare Effekte

Reduzierte Wartezeiten
Weniger Wartezeit in der Produktion.
Minimierung von Fehlern
Weniger Fehler in der Materialversorgung.
Kürzere Durchlaufzeiten
Schnellerer Materialfluss durch die Linie.
Erhöhte Prozesssicherheit
Deutlich gesteigerte Prozesssicherheit und Effizienz.

Feedback aus der Produktion

  • Intuitive und anwenderfreundliche Bedienung
  • Verbesserte Übersicht im Arbeitsalltag
  • Entlastung durch automatisierte Transportabläufe
  • Möglichkeit zum gezielten manuellen Eingriff im Fehlerfall erhöht Flexibilität

Fazit

Mit dem FLS FAB-OG hat Hydro Nenzing die Materialversorgung im Obergeschoss nachhaltig optimiert. Die Kombination aus Automatisierung, Transparenz und ergonomischer Bedienung führt zu einer signifikanten Effizienzsteigerung und schafft eine solide Grundlage für zukünftige Digitalisierungsschritte.

Das FLS FAB-OG läuft bei uns stabil und reibungslos. Wir haben heute volle Transparenz über den Materialfluss und können unsere Abläufe deutlich effizienter gestalten. Für uns ist das System ein echter Gewinn im Produktionsalltag.

Michael Rudigier, Engineering Manager

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